„Unser langgehegter Wunsch, unsere Idee ist es, in Furtwangen einen Ort zu schaffen, der Menschen zusammenbringt, inspiriert und begeistert.“

— Gabriele Siedle

Idee

Ein lebendiges
kulturelles Zentrum,
mitten im Schwarzwald.

Wie können wir der Gesellschaft, unserer Region und den Menschen etwas Bleibendes zurückgeben? Mit dieser Frage begann für das Unternehmerpaar Horst und Gabriele Siedle ein Herzensprojekt. Im Mittelpunkt steht der Wunsch, ihre Kunstsammlung – über viele Jahre aufgebaut und mittlerweile vollständig im Besitz der gemeinnützigen Horst und Gabriele Siedle Kunststiftung – der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und das nicht in einer der großen Metropolen, sondern genau dort, wo auch das Unternehmen Siedle seit Generationen fest verwurzelt ist: in Furtwangen. Als gebaute Vision, als Zeichen der Wertschätzung und Ausdruck der Verbundenheit nimmt dieser Wunsch nun physisch Gestalt an.

Mit dem Siedle Haus wird ein Ort der vielen Orte geschaffen. Zum einen wird die hochkarätige und umfangreiche Sammlung der Horst und Gabriele Siedle Kunststiftung hier ein museales Zuhause finden – verbunden mit einem zeitgemäßen, anspruchsvollen Ausstellungskonzept. Zum anderen entsteht mit dem Siedle Haus ein kultureller Anziehungspunkt, der Impulse für die Region – und darüber hinaus – setzen will. In wechselnden Formaten und Veranstaltungen soll ein lebendiger Austausch über Kunst und Kultur, über Design und Architektur sowie weitere bildungsrelevante Themen angeregt und gefördert werden. In Synergie mit dem Unternehmen Siedle wird es so zu einer nachhaltigen Aufwertung und Belebung der Region beitragen.

Das Siedle Haus ist eine Einladung zum Dialog: über Kunst, Architektur, Design und vieles mehr.

Das Siedle Haus will kein Denkmal sein und kein Monument. Es ist eine Einladung, sich durch Kunst und Kultur inspirieren und begeistern zu lassen. Ein Ort, an dem Bürger, Mitarbeiter und Besucher aller Altersklassen gleichermaßen zusammenkommen. Ein Ort der Bildung und des Austauschs. Offen, lebendig und nahbar.

Idee

Ein lebendiges
kulturelles Zentrum,
mitten im Schwarzwald.

Wie können wir der Gesellschaft, unserer Region und den Menschen etwas Bleibendes zurückgeben? Mit dieser Frage begann für das Unternehmerpaar Horst und Gabriele Siedle ein Herzensprojekt. Im Mittelpunkt steht der Wunsch, ihre Kunstsammlung – über viele Jahre aufgebaut und mittlerweile vollständig im Besitz der gemeinnützigen Horst und Gabriele Siedle Kunststiftung – der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Und das nicht in einer der großen Metropolen, sondern genau dort, wo auch das Unternehmen Siedle seit Generationen fest verwurzelt ist: in Furtwangen. Als gebaute Vision, als Zeichen der Wertschätzung und Ausdruck der Verbundenheit nimmt dieser Wunsch nun physisch Gestalt an.

Mit dem Siedle Haus wird ein Ort der vielen Orte geschaffen. Zum einen wird die hochkarätige und umfangreiche Sammlung der Horst und Gabriele Siedle Kunststiftung hier ein museales Zuhause finden – verbunden mit einem zeitgemäßen, anspruchsvollen Ausstellungskonzept. Zum anderen entsteht mit dem Siedle Haus ein kultureller Anziehungspunkt, der Impulse für die Region – und darüber hinaus – setzen will. In wechselnden Formaten und Veranstaltungen soll ein lebendiger Austausch über Kunst und Kultur, über Design und Architektur sowie weitere bildungsrelevante Themen angeregt und gefördert werden. In Synergie mit dem Unternehmen Siedle wird es so zu einer nachhaltigen Aufwertung und Belebung der Region beitragen.

Das Siedle Haus ist eine Einladung zum Dialog: über Kunst, Architektur, Design und vieles mehr.

Das Siedle Haus will kein Denkmal sein und kein Monument. Es ist eine Einladung, sich durch Kunst und Kultur inspirieren und begeistern zu lassen. Ein Ort, an dem Bürger, Mitarbeiter und Besucher aller Altersklassen gleichermaßen zusammenkommen. Ein Ort der Bildung und des Austauschs. Offen, lebendig und nahbar.

Form

Eine zeit­genössische Architektur, die buchstäblich auf Tradition gebaut ist

Welche Form ist der Idee gemäß, die mit dem Siedle Haus verbunden ist? Wie finden Museum und die vielfältigen geplanten Nutzungsweisen wortwörtlich unter einem Dach zusammen? Diese Fragen mit einem überzeugenden Entwurf zu beantworten, war die Herausforderung, mit der Horst und Gabriele Siedle den Architekten Arno Brandlhuber und sein Architekturbüro Brandlhuber+ beauftragten. Im „kollaborativen Verweben von Ideen“, so Brandlhuber, ist über einen langen Zeitraum hinweg der finale Entwurf entstanden: eine architektonische Hommage an die Region, in der sich die Geschichte des Unternehmens Siedle widerspiegelt und zugleich fortgeschrieben wird.

In seiner äußeren Form erinnert das Siedle Haus an ein klassisches Schwarzwaldhaus: Überspannt von einer Holzkonstruktion und Dachflächen, die fast bis zum Boden reichen. Das Dach übersetzt die Haltung des Siedle Hauses gewissermaßen in einen architektonischen Gestus. Es ist behütende, schützende Instanz. Eine Herberge für die Kunst – und zugleich verbindendes Element für die unterschiedlichsten Veranstaltungen, die darunter stattfinden werden.

Moderne Architektur auf altem Grund: 
ein Schwarzwaldhaus als Vorbild.

Das Herzstück der Architektur bildet der Ausstellungsraum: Dieser besteht aus dem Abbild eines baufälligen Wohnhauses, das sich zuvor am Standort des Siedle Hauses befand. Es entstammte dem ehemaligen Besitz der Familie Siedle und war baugleich mit der Siedle Villa, dem Sitz der Geschäftsführung. Mit Blick auf den geplanten Bau eines Sammlungsgebäudes wurde das Gebäude von der Horst und Gabriele Siedle Kunststiftung zurückerworben. „Da kommt gewissermaßen zurück, was zu Siedle gehört“, sagt Gabriele Siedle.

Von seiner Fassade wird ein Abguss in Beton geschaffen, der im Zentrum der Architektur steht und zukünftig – gewissermaßen als Haus im Haus – die Sammlung beherbergen wird. Die Außenfassade des Originals erscheint dabei in invertierter Form und wird zur Innenfassade des neuen Ausstellungsraums. Vor dem Hintergrund dieses Reliefs erfolgt zukünftig die Inszenierung der Kunstwerke.

Im ersten Schritt wurde dafür die Fassade mithilfe sogenannter photogrammetrischer Scans erfasst. Es entstand ein detailliertes 3D-Modell, das als Grundlage für die Herstellung der Abgussmatrizen diente und die charakteristischen Schindeln ebenso erkennen lässt wie jegliche Risse, Löcher oder Unebenheiten. Im späteren Abguss werden diese Fehlstellen durch die Verwendung eines sehr feinen, weißen Betons homogenisiert. So entsteht aus der Unvollkommenheit eine raumprägende Ästhetik. Das anspruchsvolle und in dieser Form bislang einzigartige Verfahren wurde von jbks lab durchgeführt, die Herstellung der Schalungsmatrizen von hotz + architekten geplant, erprobt und umgesetzt. „Die Methode war eine enorme Herausforderung, doch so ist es gelungen, den Entwurfsgedanken unverändert zu realisieren“, erläutert Michael Eichmann von hotz + architekten.

Mit einem Abguss als architektonischem Kern und seiner signifikanten Dachkonstruktion nimmt das Siedle Haus so Bezug auf die Ursprünge des Unternehmens: Denn auch die Geschichte von Siedle begann Mitte des 18. Jahrhunderts mit dem Gießen von Glocken und Uhrenteilen – in einem Schwarzwaldhaus.

Architekten
Brandlhuber+Hotz+Architekten
Andrea Álvarez Menéndez, Vanessa Bausch, Arno Brandlhuber, Thomas Burlon, Martin Buchholz, Kristof Croes, Michael Eichmann, Markus Emde, Maximilian Gerling, Hannes Hehemann, Gustav Ingold, Roberta Jurčić, Greta Kirchberg-Erto, Tim Martens, Peter Nic, Peter Richter, Cécile Robic, Gregor Zorzi

Fachplaner
Bollinger+Grohmann (Tragwerksplanung Holzkonstruktion + Fassade), FC-Planung (TGA - Planung HLSE), JBKS Lab (3D Scan-Fassade), Licht Kunst Licht (Lichtplanung), Pichler Ingenieure (Tragwerksplanung Massivbau), RECKLI (PU-Schalungsmatrizen), Transsolar (Klima Engineering), Voxeljet (Sandruck-Schalungsmatrizen).

Projektsteuerung
Harrer Ingenieure (Rudi Lehnert, Kathrin Mühlbauer)

„So ein Entwurf fällt nicht vom Himmel. Er hat sehr viel mit der Geschichte von Siedle und der Region rund um Furtwangen zu tun.“

— Arno Brandlhuber

Inhalt

Die Sammlung: Kunst von der Klassischen Moderne bis in die Gegenwart

Vor über 25 Jahren begannen Horst und Gabriele Siedle mit dem Sammeln von Kunst. Heute ist ihre beträchtliche Sammlung vollständig im Besitz der gemeinnützigen Horst und Gabriele Siedle Kunststiftung. Ihr Schwerpunkt liegt auf verschiedenen Strömungen und Gruppierungen innerhalb der Klassischen Moderne. Bedeutende Arbeiten von u.a. Fernand Léger, Oskar Kokoschka, Alexej von Jawlensky, Erich Heckel oder Karl Schmidt-Rottluff sind Teil davon. Insbesondere stehen Werke von Pablo Picasso und Ernst Ludwig Kirchner – beziehungsweise aus dem expressionistischen „Brücke“-Umfeld – im Mittelpunkt der Sammlung. Beide faszinierten das Sammlerpaar seit jeher.

Die beiden Künstlerpersönlichkeiten und ihre unterschiedlichen Perspektiven – auf Stilfragen wie auch auf die politisch und gesellschaftlich aufrührende Zeit der Klassischen Moderne – bilden daher einen zentralen Spannungsbogen der Sammlung.

Ausgewählte Werke waren in der Vergangenheit bereits als Leihgaben in wechselnden nationalen wie internationalen Ausstellungen zu sehen, darunter „Picasso et les Femmes“ (2002-2003), „1914! The Avantgarde and the War“ (2008/09) im Museum Thyssen-Bornemisza in Madrid, „Picasso Black and White“ (2012/13) im Guggenheim Museum New York sowie „Esprit Montmartre. Die Erfindung der Bohème in Paris um 1900” (2014) in der Schirn Kunsthalle Frankfurt. Seit 2011 werden monographische Ausstellungen zu Künstlern der Klassischen Moderne im Kunstmuseum Lindau regelmäßig mit umfangreichen Leihgaben unterstützt.

„Kunst nährt den Geist. Sie zeigt uns die Wirklichkeit durch die Augen des Künstlers, erweitert den Horizont – und kann mitunter den Blick auf die Welt gar vollkommen verändern.“

— Gabriele Siedle